Montag, 21. März 2016

17.03. - 20.03.2016: Mount Buffalo Nationalpark

Nach unserem Ausflug an den Murray River haben wir uns dann aufgemacht in die Victorian Alps, speziell in den Mount Buffalo Nationalpark. Da man in den Bergen nicht mit so einem großen Auto auf einem der kleinen Campingplätze übernachten konnte, haben wir uns einen Campground in einem kleinen Dorf, in Porepunkah, am Eingang des Nationalparks gesucht. Wir sind relativ spät angekommen und die Kinder waren nur noch kurz im Schwimmbad und wir haben Pläne für die nächsten Tage geschmiedet.


Kurz nach dem Start


Die Gegend ist bekannt für Paragliding und Henrik wollte das schon immer mal ausprobieren. Da die Wetteraussichten bestens waren, sind wir am nächsten Morgen mit Fred (den wir über Internet ausfindig gemacht haben) auf den Mystic Mountain gefahren, wo Henrik mit ihm einen Tandemsprung gemacht hat – Thermik, Wetter, Aussicht – es war wohl alles vom Feinsten, und Henrik hatte sein erstes Highlight auf diesem großen Abenteuerspielplatz Mount Buffalo. By the way, ich durfte dann zusammen mit den Kindern den 4WD von Fred den Berg runterbugsieren, großes Spielzeug für große Jungs ....
Kurz nach der Landung



Neben dem Landeplatz fanden die Vorbereitungen für ein riesiges Mountainbike Event statt, nämlich die "Australian Championship" im Downhill, Crosscountry und Trials (wo die Fahrer sich über Hindernisse kämpfen müssen, in diesem Fall Holzaufbauten oder bis zu 5 Meter hohe Röhren...), die genau an diesem Wochenende hier stattfinden sollten – na, das konnten wir uns natürlich auf gar keinen Fall entgehen lassen (davon später mehr).


Nach dem Paragliden wollten wir noch in den Nationalpark zum Wandern. Wir wussten zwar, dass man relativ weit fahren musste (ca. 25km) und dass es den Berg hoch geht, und wussten auch, dass wir irgendwann mal tanken müssen, aber so richtig dramatisch sah es eigentlich nicht aus... als dann nach ein paar Kilometern plötzlich das Licht anging für den Reservetank, waren wir auch noch nicht sonderlich beeindruckt...aber als der Weg sich immer weiterzog und richtig steil wurde, wurde insbesondere mir doch ein wenig mulmig zumute. Henrik war noch völlig entspannt, während ich schon mit dem Gedanken gespielt habe umzukehren, immer daran denkend, dass wir den ganzen Weg ja nochmal wieder zurück müssen ... Naja, wir sind erst einmal weitergefahren, haben dann geparkt und eine total schöne Wanderung gemacht – der Mount Buffalo zeichnet sich durch wilde Steinformationen aus, auf denen man hervorragend klettern kann.
Auf dem Rückweg versuchten wir vor allem ohne Benzin wieder runter zu kommen, was uns auch recht gut gelang – wir haben es bis zur Tanke geschafft und dort festgestellt, dass wir einen 75 Liter Tank haben, in den wir genau 74,9 Liter getankt haben – also so knapp waren wir tatsächlich noch nie (Viele Grüße an Jens ;o), obwohl wir schon recht häufig auf dem letzten Liter in irgendwelche Tankstellen gerollt sind... Ich freue mich schon aufs Outback, wo manchmal nur noch alle 500 km eine Tanke kommt...

Der nächste Tag war wieder ein Lay-over Tag, da Regen angekündigt war – die Wetter App ist schon grandios, man kann echt gut planen – und wir haben den Tag mit Schule, Planung, Einkaufen, Friseur usw. vertrödelt – weiterfahren konnten wir noch nicht, da einfach noch zu viel zu tun war auf diesem großen Abenteuerspielplatz...
Unsere Route in die Berge liegt ziemlich fernab der normalen Touristenrouten und so waren auf unserem Campingplatz außer uns nur noch australische Rentner aus einem CARAVAN Club, die sich einmal im Jahr treffen, und die uns quasi adoptiert haben – sehr süß, es gab Nachtisch und Kuchen von ihrem Büffet, Tipps für unsere Route und Schokoeier für die Kinder.


Am Samstag war wieder schönes Wetter (allerdings ist die Temperatur ziemlich rapide gefallen und auf dem Berg waren es gerade mal 4 Grad, im Vergleich zu den 32 Grad am Murray River drei Tage vorher doch recht wenig ...) und wir mussten ziemlich früh aufstehen, da das nächste Highlight anstand: Abseiling (ja, das heisst im Englischen tatsächlich so)!



 Wir sind schon um halb 7 Uhr aufgestanden und in den Nationalpark gefahren – mit Benzin übrigens gar kein Problem. Oben an „the Gorge“ haben wir erst gefrühstückt (schon praktisch, wenn man immer sein gesamtes Haus dabei hat), und dann haben wir David zum Abseiling getroffen, kurze Einweisung und los ging es, erst auf die Steilwand mit 10 Metern, dann auf 25 Meter und dann auf 35 Meter. 




Henrik und Hannah sind direkt runter wie Spiderman, Tom und Finn mussten sich erstmal an Höhe und die Vertikale gewöhnen, aber dann machten die Beiden es auch super. Ich habe vor allem super Fotos gemacht, mir müsste man ja Geld zahlen, bis ich mich da runter lasse! Daher, Respekt vor den anderen...sie hatten auf jeden Fall jede Menge Spaß und waren echt stolz auf sich.
35 Meter Steilwand
  
Downhill


Trial
Nach einem kurzen Mittagessen – wie gesagt, unser Haus ist immer dabei – waren wir noch kurz Wandern, und mussten dann aber wieder runter, da die verschiedenen Mountainbike-Events anstanden. Himmel, bin ich froh, dass meine Kinder Tennis spielen und nicht MTB Downhill fahren... Live zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die Jungs die Berge runterrasen, lässt einem echt das Herz stehenbleiben! Und was die anderen Verrückten mit ihren Rädern beim Trial veranstalten, ist auch nicht von schlechten Eltern ....


Alles in allem ein echt toller Tag – und so langsam konnten wir den Mount Buffalo wieder verlassen, da wir auch echt alles mitgenommen haben, was man hier machen konnte.

Am nächsten Tag wollten wir weiterfahren, ursprünglich wollten wir zuerst zum Mount Kosciuszko und dann nochmal an die Küste, aber da dort über Ostern alles voll ist, haben wir kurzfristig unsere Pläne geändert, fahren jetzt an die Küste und dann erst wieder in die Berge.

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